ReDiKo geht in die zweite Runde: Was die Verlängerung für Handwerksbetriebe bedeutet

Der Digital Hub „ReDiKo – Regionale Digitale Kooperation im Handwerk“ wird fortgeführt. Am 6. Juli 2026 übergab Staatssekretär Thomas Dörflinger MdL im Branchenzentrum Ausbau und Fassade in Rutesheim den Bewilligungsbescheid für die Weiterentwicklung des Projekts. Für die kommenden zwei Jahre wird ReDiKo mit rund 400.000 Euro durch das Land Baden-Württemberg gefördert.

Für uns ist das ein wichtiges Signal: Digitalisierung im Handwerk bleibt ein zentrales Zukunftsthema – und Betriebe brauchen dafür praxisnahe Unterstützung, verständliche Angebote und konkrete Umsetzungshilfen.

Digitalisierung muss im Betriebsalltag ankommen

Viele Handwerksbetriebe wissen längst, dass digitale Werkzeuge helfen können: im Büro, auf der Baustelle, in der Dokumentation, bei der Kommunikation mit Kundinnen und Kunden oder bei der Organisation von Wissen im Betrieb. Gleichzeitig fehlt im Alltag oft die Zeit, sich strukturiert mit neuen Lösungen auseinanderzusetzen.

Genau hier setzt ReDiKo an. Der Digital Hub unterstützt kleine und mittlere Handwerksbetriebe dabei, digitale Technologien kennenzulernen, einzuordnen, auszuprobieren und in konkrete betriebliche Schritte zu übersetzen.

Dabei geht es nicht um Digitalisierung um ihrer selbst willen. Entscheidend ist, dass digitale Lösungen einen echten Nutzen bringen: Prozesse vereinfachen, Zeit sparen, Mitarbeitende entlasten, Wissen sichern und Betriebe zukunftsfähig aufstellen.

Was ReDiKo bietet

Auch in der neuen Förderphase bleibt ReDiKo eine praxisnahe Anlaufstelle für Digitalisierung im Handwerk. Geplant sind weiterhin Informations- und Beratungsangebote, Workshops, Online-Formate, Austauschmöglichkeiten und die Begleitung konkreter Digitalisierungsprojekte.

Im Mittelpunkt stehen Themen, die viele Betriebe aktuell beschäftigen, zum Beispiel:

  • Künstliche Intelligenz im Handwerksbetrieb
  • Digitale Büroorganisation
  • E-Rechnung
  • Digitales Aufmaß
  • Dokumentation
  • Wissensmanagement
  • Digitale Werkzeuge für Arbeitsalltag, Baustelle und Ausbildung

Besonders wichtig ist uns ein niedrigschwelliger Zugang: Betriebe sollen nicht erst umfangreiche Vorkenntnisse mitbringen müssen. Die Angebote sollen Orientierung geben, konkrete Fragen aufgreifen und zeigen, wie Digitalisierung Schritt für Schritt gelingen kann.

Von der Information zur Umsetzung

In der ersten Projektphase konnten zahlreiche Betriebe erreicht, sensibilisiert und bei ersten oder weiterführenden Schritten begleitet werden. Dabei zeigte sich deutlich: Der Bedarf an verständlichen, handwerksnahen Angeboten ist groß.

In der zweiten Runde soll ReDiKo deshalb noch stärker auf konkrete Umsetzung setzen. Betriebe sollen digitale Möglichkeiten nicht nur kennenlernen, sondern ausprobieren und auf ihre eigene Situation übertragen können. Dazu gehören Experimentiermöglichkeiten, Praxisbeispiele, Austauschformate und die Begleitung betrieblicher Digitalisierungsprojekte.

Teil des Digital-Hub-Netzwerks Baden-Württemberg

ReDiKo ist Teil des Netzwerks regionaler Digital Hubs in Baden-Württemberg. Diese Hubs unterstützen kleine und mittlere Unternehmen dabei, digitale Technologien kennenzulernen, Innovationspotenziale zu erkennen und konkrete Digitalisierungsvorhaben umzusetzen.

Als Digital Hub fürs Handwerk übernimmt ReDiKo dabei eine besondere Rolle: Die Angebote sind gezielt auf die Anforderungen und Rahmenbedingungen handwerklicher Betriebe zugeschnitten.

Getragen wird ReDiKo vom Fachverband der Stuckateure für Ausbau und Fassade Baden-Württemberg gemeinsam mit den Projektpartnern S3 Medien GmbH und der Clever Group AG. Standort des Digital Hubs ist das Branchenzentrum Ausbau und Fassade in Rutesheim.

Wir freuen uns auf die zweite Runde

Die Fortführung von ReDiKo gibt uns die Möglichkeit, bewährte Angebote weiterzuführen, neue Formate zu entwickeln und Digitalisierung im Handwerk noch stärker in die praktische Umsetzung zu bringen.

Wir freuen uns auf die nächsten zwei Jahre – und auf viele Betriebe, die gemeinsam mit uns digitale Lösungen entdecken, testen und in ihren Arbeitsalltag übertragen möchten.

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