ReDiKo beim Netzwerktreffen der Digital Hubs Baden-Württemberg
Austausch, Kooperation und neue Ideen für mehr Reichweite: Auf Einladung des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg kamen die regionalen Digital Hubs am 23. Juli 2026 im Neuen Schloss in Stuttgart zusammen. ReDiKo war durch Projektleiter Thomas Nothacker vertreten.
Im Mittelpunkt des Netzwerktreffens stand die Frage, wie die Digital Hubs ihre jeweiligen Kompetenzen noch stärker miteinander verknüpfen und gemeinsam mehr Unternehmen in Baden-Württemberg erreichen können. Der Tag bot dafür viel Raum: Neben der Vorstellung der einzelnen Hubs standen der Austausch über aktuelle Projekte, Best Practices und mögliche Kooperationen auf dem Programm.
Für ReDiKo – den Digital Hub für das Handwerk – nahm Projektleiter Thomas Nothacker an der Veranstaltung teil. Er stellte die Weiterentwicklung von ReDiKo zu einem überregionalen und branchenübergreifenden Kompetenzzentrum für Digitalisierung und Künstliche Intelligenz im Handwerk vor. Ziel ist es, Handwerksbetriebe aller Gewerke dabei zu unterstützen, digitale Technologien und KI praxisnah einzusetzen und konkrete Vorhaben erfolgreich umzusetzen.
Gemeinsame Sichtbarkeit für die Angebote der Digital Hubs
In den Arbeitsgruppen ging es unter anderem darum, wie das Digital Hub-Netzwerk gemeinsam noch mehr Wirkung für die Unternehmen im Land erzielen kann. Thomas Nothacker brachte hierzu eine konkrete Idee aus der Weiterentwicklung von ReDiKo ein: den Aufbau einer neutralen Angebots- und Wissensplattform für Digitalisierung und Künstliche Intelligenz im Handwerk.
Auf einer solchen Plattform könnten Weiterbildungs-, Workshop- und Beratungsangebote zentral gebündelt und übersichtlich dargestellt werden. Perspektivisch ließen sich dort auch Angebote und Formate anderer Digital Hubs verknüpfen und gemeinsam sichtbar machen. Unternehmen könnten dadurch leichter passende Unterstützungsangebote finden – unabhängig davon, von welchem Hub oder Partner diese angeboten werden.
Der Gedanke ist auch in der Vorhabenbeschreibung von ReDiKo verankert. Geplant ist ein neutrales Angebotsportal, das unter anderem Schulungen, Workshops, Beratungsangebote, digitale Lösungen und Wissensinhalte bündelt. Vorgesehen sind außerdem Termin- und Buchungsfunktionen, Verknüpfungen zu regionalen Initiativen und Partnerangeboten sowie der Zugang zu weiteren digitalen Unterstützungsangeboten.
Synergien nutzen und Doppelstrukturen vermeiden
Viele Digital Hubs entwickeln hochwertige Veranstaltungs-, Qualifizierungs- und Beratungsformate. Häufig werden diese bislang jedoch vor allem innerhalb der eigenen Region oder der jeweils bekannten Zielgruppen kommuniziert.
Eine gemeinsame Plattform könnte dazu beitragen, diese Angebote hubübergreifend besser sichtbar zu machen. Auf diese Weise könnten die Reichweiten der einzelnen Hubs erhöht, freie Veranstaltungskapazitäten besser genutzt und neue Zielgruppen angesprochen werden. Gleichzeitig würde es Unternehmen erleichtert, sich einen Überblick über passende Angebote zu verschaffen.
Dabei soll es nicht darum gehen, bestehende Strukturen zu ersetzen. Vielmehr könnten die vorhandenen Angebote miteinander verbunden und über einen zusätzlichen gemeinsamen Zugang auffindbar gemacht werden. Entscheidend wären eine neutrale Kuratierung, transparente Qualitätskriterien und eine klare Zuordnung der jeweiligen Anbieter.
Auch der wechselseitige Transfer innerhalb des Digital Hub-Netzwerks ist Bestandteil des ReDiKo-Konzepts: Eigene Formate, Werkzeuge und Erfahrungen sollen anderen Hubs zur Verfügung gestellt werden. Umgekehrt sollen auch bewährte Ansätze aus dem Netzwerk übernommen, angepasst und gemeinsam verbreitet werden.
Best Practices aus der Arbeit mit Unternehmen
Ein weiterer Schwerpunkt des Netzwerktreffens war der Austausch über konkrete Anwendungsfälle aus der Arbeit der Hubs. In kurzen Best-Practice-Pitches stellten die Teilnehmenden Projekte vor, bei denen Unternehmen bei der Einführung digitaler Lösungen unterstützt wurden.
Der Austausch zeigte, wie vielfältig die Herausforderungen in den Betrieben sind – gleichzeitig aber auch, dass viele Fragestellungen branchenübergreifend auftreten. Dazu gehören beispielsweise digitale Verwaltungsprozesse, der Einsatz von Künstlicher Intelligenz, IT-Sicherheit, Kundenkommunikation oder die Qualifizierung von Mitarbeitenden.
Gerade bei diesen gemeinsamen Themen bietet das Netzwerk großes Potenzial. Erfahrungen und erprobte Lösungen müssen nicht von jedem Hub neu entwickelt werden, sondern können geteilt, angepasst und in weitere Regionen oder Branchen übertragen werden.
Wertvoller Austausch im landesweiten Netzwerk
Das Treffen im Neuen Schloss hat deutlich gemacht, welchen Mehrwert der persönliche Austausch innerhalb des Digital Hub-Netzwerks bietet. Unterschiedliche fachliche Schwerpunkte und regionale Erfahrungen können sich gegenseitig ergänzen und neue Kooperationen ermöglichen.
ReDiKo wird sich auch künftig aktiv in diesen Austausch einbringen und seine besondere Kompetenz an der Schnittstelle von Digitalisierung, Künstlicher Intelligenz und Handwerk zur Verfügung stellen. Gleichzeitig möchten wir von den Erfahrungen und Angeboten der anderen Hubs lernen und gemeinsam daran arbeiten, Unternehmen in Baden-Württemberg einen möglichst einfachen Zugang zu praxisnaher Unterstützung zu ermöglichen.
Wir bedanken uns beim Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg für die Einladung und Organisation sowie bei allen Vertreterinnen und Vertretern der Digital Hubs für den offenen Austausch und die vielen Impulse.